AIDS PROJEKT DER MINORITEN IN INDIEN

FRANZISKANER-MINORITEN IN DEN DIENST DER HIV INFIZIERTEN UND AIDS KRANKEN:

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Vorbereitungsphase

Unser Franziskaner-Minoriten Orden ist eine der jüngsten Ordensgemeinschaften, die in Indien Fußgefasst hat. Nach dem misslungenen Versuch des späteren Heiligen Maximilian Kolbe, brachen die Minoriten erst im Jahre 1980, dieses Mal von Malta aus, nach Indien auf. Trotz des späten Anfangs verbuchte die Indien-Mission des Ordens einen beachtlichen Erfolg. Mit 95 Minoriten ist Indien heute eine blühende Niederlassung, die 2007 in den Rang einer selbständigen Provinz erhoben wurde. Außerdem bereiten sich 4 Novizen und 90 Kandidaten in verschiedenen Ausbildungsstadien auf den Ordenseintritt vor. Von Anfang an hat der Orden sich auf zwei Themen konzentriert: Berufung und Ausbildung der jungen Leute zum Ordensleben und soziales Engagement. Unser Augenmerk lag dabei auf den Sozialschwachen. Projekte wie Wohnungshilfe für die Mittellosen, gratis Kindergarten für Kinder aus armen Familien, Schneiderschule für Frauen in Not, Ambulanzstationen in den Dörfern, Leprastation, Ausspeisung der Greisen und Kinder, usw. erwiesen sich als ein Segen für viele. Es war nur eine Frage der Zeit, dass wir auch in den Dienst der HIV-Infizierten und AIDS-Kranken einstiegen. Denn die Not dieser Menschen und die Tragik, die diese Krankheit ausgelöst hat, waren nicht zu übersehen. Über drei Millionen HIV-Infizierte sind offiziell in Indien registriert. Die Ausbreitung der Krankheit schreitet rasant voran wie eine Epidemie und hinterlässt leider nicht nur Kranke, sondern auch Waisen und Witwen in der Gesellschaft. Als der Orden genügend Mitbrüder hatten, um mehr soziale Verantwortung zu übernehmen, zögerten wir keinen Moment auch hier unsere helfenden Hände zu reichen.

Entstehung

Aids Haus So wurde Snehalya - Haus der Liebe, so wie wir das Haus liebevoll nennen, am 8. November 2004 eröffnet, um den Brüdern und Schwestern, die unter HIV/AIDS leiden, ein Dach über dem Kopf, medizinische Pflege und Unterstützung anzubieten. Es ist in Rottikaundanur, einem Dorf nahe der etwa 15 km entfernten Stadt Coimbatore, im indischen Bundesland Tamilnadu untergebracht.

Ein Platz zum Leben – und zum Sterben

Hier werden Menschen aufgenommen, die mit HIV infiziert sind und weder ein Zuhause haben noch irgendjemanden, der sich um sie kümmert. Diese Krankheit kennt keine Schranken und, wie wir zu sagen pflegen, auch wir nicht! Deswegen sind hier alle willkommen, unabhängig davon, welcher Religion oder Kaste sie angehören, welche Weltanschauung sie haben oder welchen Geschlechts sie sind. Dieses Haus der Liebe ist ein Ort, wo sie Ruhe finden und zugleich ein Gefühl der Zugehörigkeit zur Menschheitsfamilie wieder entdecken. Denn viele, die hier Zuflucht finden, sind von ihren Familien und Dörfern ausgeschlossen und sogar mit dem Tod bedroht, wie die Geschichte eines Kindes in Snehalaya zeigt. Es hat von seinen Eltern die Krankheit gererbt. Als die Eltern an AIDS starben und die Krankheit in Indien als eine Schande empfunden wird, schmiedeten die Onkel des Kindes Pläne, es heimlich zu töten. Nur die Großmutter kam ihm zur Hilfe und sie brachte das Kind in die Obhut von Snehalaya. Es ist nur ein tragisches Beispiel von hunderten. Dennoch reicht es aus, um die Lage dieser Menschen auch nur ein klein bisschen vorzustellen. Sie sind physisch und psychisch buchstäblich am Ende. Doch durch gezielte Beratung und medizinische Unterstützung werden in diesen Menschen die Hoffnung und der Glaube ans Leben geweckt. Für die fortgeschrittenen Erkrankten ist Snehalaya darüber hinaus auch ein Ort, wo sie darauf vorbereitet werden, den Bruder Tod würdevoll und gelassen willkommen zu heißen.

 

Aids HausNun auch hinaus!
Assisi Snehalaya gibt 50 erwachsenen Patienten und ihren Kindern ein Dach über dem Kopf und medizinische Hilfe. Es versucht nicht nur den bereits Erkrankten eine Bleibe zu geben, sondern auch die Krankheit präventiv zu stoppen. Zu diesem Zweck werden Seminare und Aufklärungskampagnen in den Dörfern, Kollegs und Schulen organisiert. Das Zentrum steht für MSW-Studenten offen, um Erfahrungen im Bereich der Sozialarbeit zu sammeln. Es bietet Ehrenamtlichen, Mitarbeitern des Gesundheitsressorts und Pflegepersonal Trainingsprogramme an und steht mit dem Allgemeinen Krankenhaus der nahe gelegenen Stadt Coimbatore in Verbindung.

 

Eine dringende Bitte
Dieses Zentrum ist Hoffnung für viele Menschen. Gemeinsam können wir diese Hoffnung durch unsere Großzügigkeit zum Blühen bringen. Allein der gute Wille und die Bereitschaft unserer Mitbrüder reichen oft nicht aus dieses Werk der Liebe tag täglich voranzutreiben. Assisi Snehalaya lädt Sie ein, Teil zu haben an einem guten Werk für Menschen, wie Du und ich.
Sie können das Projekt durch finanzielle Hilfe in den folgenden Bereichen unterstützen:

  • bei den täglichen oder monatlichen Ausgaben
  • bei den medizinischen Unkosten
  • bei der notwendigen Einrichtung: wie Betten, Schränke, Tische, Ausrüstung der Ambulanz, usw.

Lasst uns wie Franz von Assisi verstehen, dass wer reichlich gibt, auch reichlich empfängt.

Kontaktperson:
P. Mag. Nicholas Thenammakkal OFM Conv.
Minoritenkonvent
Alserstrasse 17
A-1080 Wien
Tel.: +43 1 405 91 42 / 109
Mob.: +43 664 621 6835
E-mail: nicholas@minoriten.at

Spenden
Bankverbindung:

Bank: Erste Bank der österreichischen Sparkassen AG
Kontonummer: 211 893 001 01
Bankleitzahl: 20111
IBAN: AT212011121189300101
BIC: GIBAATWW
Empfänger: Missionswerk der Franziskaner-Minoriten
Verwendungszweck: AIDS Projekt „Assisi Snehalaya - Haus der Liebe“ in Indien

www.assisisnehalaya.org

 

Aktuelle Veranstaltungen

Indischer Abend zu Gunsten des Aidsprojekts „Assisi Snehalaya - Haus der Liebe“

Der Minoritenkonvent Wien hat am 19. Juni 2010 zu Gunsten von „Assisi Snehalaya“ (AIDS-Haus der Minoriten in Indien) einen indischen Abend in der Pfarrkirche Alser Vorstadt veranstaltet. Am Programm standen diverse indische Tänze, einen Diavortrag über Indien aus Sicht einer europäischen Touristin und Vorstellung des AIDS-Projektes der Minoriten in Indien. Dabei hat auch eine Teilnehmerin, die im vergangenen Jahr „Snehalaya“ besuchte, ihre Eindrücke über das Haus erzählt. Nach dem Programm in der Kirche wurden alle zu einer Agape mit indischen Speisen in das Refektorium des Konvents eingeladen. An diesem Abend konnten wir € 662,- an Spenden für „Snehalaya“ sammeln. Herzlichen Dank an alle Besucher dieses Abends und an alle Spender.
Falls jemand gerne "als freiwilliger" Mitarbeiter das Haus in Indien unterstützen und besuchen will, möge er bitte mit P. Nicholas Kontakt aufnehmen!

Hier die Photos zum indischen Abend.